Abschluss des Trimesters "Hass und Liebe"

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Das JugendtheaterBüro Berlin feiert sein einjähriges Bestehen. Große Emotionen, viel Applaus und drei gelungene Vorstellungen vor vollem Haus in Moabit.

Der Smiley-Tanz. Foto: El-Arousi

Mit drei Vorstellungen unter dem Titel “Gefühlsbilder – Hass und Liebe” am 2.07 und 3.07.2010 wurde das 3. Trimester des JugendtheaterBüros beendet. Sowohl die Schulveranstaltung, als auch die beiden Abendveranstaltungen waren sehr gut besucht. Die Jugendlichen präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit(en) zum Thema “Hass und Liebe“.

Zwei Filmpremieren

Zunächst wurde die Premiere der beiden Filme “Haus der Kulturen”- einer Dokumentation des Besuchs der Jugendlichen zum zukünftigen Festivalorts (2011) von der Projektteilnehmerin Amelie gezeigt. Danach wurde der offizielle Festivalfilm von Evy Schubert vorgestellt – ein Kurzfilm in dem sich die Jugendlichen auf humorvolle Art und Weise mit dem Festival 2011 und seiner Finanzierung auseinandergesetzt haben. Im Anschluss daran präsentierten die Teilnehmer_innen des Werkstattbereichs ihre selbst entworfenen und geschneiderten Kleider in einer fetzigen Modenschau.

Theaterproduktion “Gefühlsbilder-Hass und Liebe”

Nach der Pause wurde die gemeinsame Theaterproduktion aller Bereiche „Gefühlsbilder – Hass und Liebe“ präsentiert. In „La vie est un mur en rose“, angelehnt an Edith Piafs „La vie en rose“ wurde eine unmögliche Liebe verhandelt, die durch kulturelle Grenzen und die Übermacht eines Vaters verhindert wird. In „Geister“ wurde der Mordfall von Marwa El-Sherbini aus der Perspektive ihres fünf Jahre alten Sohnes und der Hass auf das Unbekannte behandelt. In der Szene „Nabelschnur“, einer komplizierten Mutter-Tochter Geschichte, rang die Tochter um die Liebe ihrer Mutter und verzweifelte an einem totalen Liebesentzug. In der letzten Szene „La vida loca – Das verrückte Leben“ wurden Themen wie Freundschaft, Loyalität aber auch Vorurteile und Klischees von Gewalt am Beispiel der mittelamerikanischen Gang „Mara Salvatrucha“ aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Verbunden wurden die Stücke durch verschiedene Tänze der „Smileys“- Ausdruckstänze, Crumping und Tango.

Das Rahmenprogramm bildete eine Open-Air Installation selbst geschriebener Gedichte der Jugendlichen und eine Ausstellung von selbstgestalteten Plakaten zum Thema.

Positive Resonanz

Die Resonanz des Publikums war rundum positiv. Vor allem wurde betont, dass die Jugendlichen sich zunehmend professionalisieren würden und das sowohl technisch als auch inhaltlich eine klare Entwicklung zu erkennen war. Hervorzuheben ist das bei dieser dritten Veranstaltung des JugendtheaterBüros, die Jugendlichen die gesamte Technik selbstständig gefahren haben und auch die Kostüm- und Bühnenbildwechsel sehr gut geklappt haben. Die Stücke berührten viele im Publikum sichtlich. Auch das Viertelfinale (Deutschland-Argentinien) das vor der Veranstaltung am Samstag im JugendtheaterBüro gescreent wurde, schadete weder der Konzentration der Jugendlichen noch der Qualität der Abendvorstellung.

Dank an alle Beteiligten

Wir danken allen Beteiligten: Randeep, Alla, Mc, Sebastian Mähler (Licht); Gabo, Alen, Christian Jung (Ton); Kiki, Amelie, MC, Steven, Kay Möpert und Rebeca Kunsch (Film); Saira, Gwendolyn, Lynn, Chrissi, Elwin, Abed, Jenny, Amer, Aldan, Amelie, Asma, Elwin, Ahmed Shah und Funda Aydar (Ensemble), Bibi, Gabo, Mahmud, Serdar Saydan (Percussion), Mohamad, Nermen, Beta, Meike Migaud und Simone Hain (Werkstatt); Florian Römmele, Ekaterina Grizik, Christa Fröhlich, Anne Lemberg und Mascha Wilke (Büro); Lina Bundbrock, Nils Erhard, Sandra Rabbow

Weitere Fotos des Events gibt es hier