FESTIWALLA 2013 – Tag 3

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Die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und Sexismus bestimmte den dritten Festivaltag

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Szene aus 90/60/90 – Rollenscheiß

Der FESTIWALLA-Freitag nahm sich sozusagen als Tagesmotto eines uns alle bewegenden Themas an: Sexismus. Das JTB kam mit zwei Produktionen auf die Bühne die sich mit Weiblich- und Männlichkeitskonstruktionen, Eigen- und Fremdwahrnehmung der Geschlechter auseinandersetzten: Macho Macho Men sowie 90/60/90 – Rollenscheiß, im aus”verkauften” Saal.

Beim Hip Hop und Rollenscheiß Workshop lernten die Teilnehmer im Anschluß, mit Hilfe von selbstgeschriebenen Texten diskriminierenden Geschlechterrollen mit Hip Hop den Kampf anzusagen. Nina Bots und Songül Bitiş stellten ihr Buch Un-mögliche Bildung vor, in dem die sogenannten “Bildungsfernen” ihre Erfahrungen im Bildungssystem berichten. Das spinaTheater aus Solingen erreichte mit seiner beeindruckenden Performance in 99 Prozent über Occupy und die Grenzen des Widerstands genau das, was es wollte: das verstörte Publikum ging auf die Barrikaden und leistete Widerstand. Verstört ließe auch die Polyrealisten ihre Zuschauer nach ihrem Stück Albtraum Zukunft und ihren düsteren Voraussagen zurück. In Anwesenheit der Regisseure Batoul Taleb, Mariam Abu-Khaled und Udi Aloni wurde deren Film Art/Violence über das Freedom Theatre in Jenin vorgestellt, das nach dem Mord dessen Gründers Juliano Mer-Khamis weiterhin gegen die Hoffnungslosigkeit und Gewalt im Flüchtlingslager anspielt. Nach all diesen ernsten Themen war das Abschlußkonzert mit politischen Beats von Gigoflow, Mozaik, Çığır, den Beataholicz und der AFRO-REVOLUTION. Fotos bei Facebook und in unserer Galerie.

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