Projekt_PoKa

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Andere Ansichten

Haben Sie Ihre Stadt schon mal von unten gesehen?

Baum mit Wurzeln im Asphalt

"Asphaltierter Lebensraum" - Projektmotiv Heidelberg

Diese Frage zielt nicht darauf ab, ob Sie schon mal durch Bunkeranlagen, Kanalisation oder U-Bahnschächte gelaufen sind. Es ist die Frage nach Ihrer Perspektive. Bestimmt sehen Sie die Stadt an einem Montag anders als an einem Freitag. Definitiv sieht ein Kind die Stadt anders als ein Erwachsener und ebenso sicher ist, dass ein Nachtarbeiter die Stadt mit anderen Augen wahrnimmt als ein „nine-to-five“ Angestellter.

 

 

 

Neue Perspektiven

Wir glauben, dass die unterschiedlichen Ansichten auf die Stadt noch nicht ausgeschöpft sind. Wir glauben, wir sind nicht die Einzigen, die es interessiert, wie Menschen abseits der wohl situierten Gesellschaft ihre Stadt wahrnehmen und täglich erleben.

"betreutes Trinken" - Projektmotiv Heidelberg

"betreutes Trinken" - Projektmotiv Heidelberg

Wir sind uns sicher, dass sich die Touristen von heute satt gesehen haben an Bildband- und Ansichtskartenmotiven mit den immergleichen Wahrzeichen der Stadt und den immerschönen Plätzen, Straßen und Sehenswürdigkeiten. Wir glauben, dass es ein echtes Interesse daran gibt, die Stadt so zu sehen, wie sie auch sein kann: Echt und in ihrer Gesamtheit. Mit Ecken und Kanten. Als Ansicht von unten.

Mit dem Projekt „PoKa – Ansichten aus dem Abseits“ möchten wir – die Initiatoren dahinter – dieses zunehmende Interesse an Authentizität zusammenbringen mit dem Anliegen, sozial benachteiligten Menschen zu helfen, kreativ zu werden.

 

Unser Projekt

Konkret heißt das: Wir stellen Obdachlosen in Heidelberg zwei Wochen lang Einweg- Kameras zur Verfügung, damit Sie Ihre Stadt so aufnehmen, wie sie sie wahrnehmen. Vor Beginn des Fotoshootings werden sie in einem Workshop vorbereitet. Nach Ende der zwei Wochen werden die Fotos entwickelt und die

Heidelberg im Tal

"Unten die Stadt" - Projektmotiv Heidelberg

besten davon ausgewählt, um sie dann drei Wochen lang in Kooperation mit Institutionen und privaten Unternehmen an einem frei zugänglichen Ort auszustellen. Ob in Heidelberg die Bahnhofsvorhalle, die Litfasssäulen oder öffentliche Plätze als Ausstellungsort gewählt werden hängt von der Kooperationsbereitschaft unserer öffentlichen und privaten Unterstützer ab. Parallel dazu lassen wir die besten Motive von der Union-Sozialer-Einrichtungen (USE) auf Ansichtskarten drucken und verkaufen sie an touristischen Knotenpunkten. Das eingenommene Geld kommt vollständig den mit Obdachlosen arbeitenden Einrichtungen vor Ort zu Gute.