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©Mesut Aydin

yalla, yalla…

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen, Kolleg*innen,
die erste Hälfte des Jahres 2016 liegt hinter uns. Es waren 8 Monate vollgepackt mit kultureller Aktion, Veranstaltungen und viel Arbeit an unseren künstlerischen Produktionen – mit der ersten Spielzeit im Theater X, der KulTür auf! Konferenz „Ready or not!?“ im Haus der Kulturen der Welt, dem FESTIWALLA 2016 „Himmel auf Erden? Glaube – Wissen – Widerstand“ in der ufaFabrik, drei neuen JTB-Eigenproduktionen und vielem mehr!

Deshalb möchten wir hier mit Euch noch einmal auf die letzten Monate zurückblicken und schon einmal einen kleinen Ausblick geben, auf das, was Euch nach der Sommerpause erwartet.

FESTIWALLA 2016

Auch 2016 hat das FESTIWALLA den Nerv der Zeit getroffen. Drei erfolgreiche und intensive Festivaltage mit über 2.000 Festivalbesucher*innen, 11 Theaterproduktionen sowie einem Rahmenprogramm aus Konzert, zahlreichen Workshops und einem internationalen Netzwerktreffen liegen hinter uns.

Über 80 beteiligte Gruppen, Einzelkünstler*innen, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen aus Deutschland, der Schweiz, El-Salvador, Zimbabwe, Belgien, den USA, Italien, Bolivien und der Welt mischten das Internationale Kultur Centrum ufaFabrik auf und legten gemeinsam den Grundstein für zukünftige Aktionen in intensivem internationalen Austausch.

Unter dem Motto „Himmel auf Erden? Glaube – Wissen – Widerstand“ wurden herrschende Glaubenssätze und vermeintliche Gewissheiten aus Politik, Wirtschaft und Religion in Frage gestellt. Es wurde junge politische Kunst gezeigt und erlebt, gemeinsam diskutiert, gejammt und gefeiert. Für uns war das im besten Sinne ein gemeinsam und selbstorganisiertes CommUNITY-Kunst-Festival mit genau der Power, die wir brauchen, um der aktuellen Stimmungsmache etwas entgegen zu setzen.

Das JugendtheaterBüro Berlin bedankt sich bei allen, die das FESTIWALLA mitgestaltet und möglich gemacht haben. Dieses energiegeladene, von jungen Kulturschaffenden gestaltete, politische Theater- und Kunstfestival konnte Akzente setzen und den Grundstein für zukünftige Aktionen in intensivem internationalen Austausch legen.

Club Al-Hakawati beim FESTIWALLA

Die Produktion „Caravan Al-Hakawati“ feierte auf dem FESTIWALLA  Premiere und wurde gleich zwei Mal vor rappelvollem Saal gespielt und nahm mit seinen Geschichten die Absurdität der Grenzen dieser Welt auseinander.

In den letzten Monaten wurde das Vorgängerprojekt „Refugee Club Impulse“ (RCI) immer wieder mit Anschuldigungen und Anfeindungen konfrontiert, die der künstlerischen Arbeit dieser, aus unserer Sicht, einzigartigen Gruppe zu Unrecht großen Schaden zugefügt haben.

Um weiteren Schaden abzuwenden, hat ein großer Teil der Gruppe den RCI verlassen und sich als „Club Al-Hakawati“ – Club der Geschichtenerzähler – neu gegründet.

Das Stück Caravan Al-Hakavati wird in der kommenden Spielzeit auch im Theater X zu sehen sein. Das JugendtheaterBüro Berlin (JTB) freut sich den Club Al-Hakawati auch weiterhin unterstützen zu können.

Ready or not!? – KulTür auf! Konferenz und politische Jamsession

Eine politische Jamsession auf dem Dach des Hauses der Kulturen der Welt bildete den erfolgreichen Abschluss des dreijährigen Projektes KulTür auf!. Über 150 Jugendliche, junge Künstler*innen, Vertreter*innen von Berliner Theatern, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen diskutierten, was wir mit kulturellen Mitteln rechten Gedanken und Bewegungen entgegensetzen können. Das ganztägige offene Programm umfasste Workshops, Aktionsplanung, Ausstellungen und ein „Poetry Meets Hip Hop“-Special mit Theater, Spoken Word und Musik.

Außerdem wurden diesjährig erstmalig die  KulTür auf! Awards verliehen. Die diesjährigen Preisträger*innen sind die Salaam-Shalom Initiative, Jugendliche ohne Grenzen und die Produktion „FEAR“ der Schaubühne Berlin unter der Regie von Falk Richter.

Das über drei Jahre vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung finanzierte Projekt findet seinen Abschluss, aber die Arbeit von KulTür auf! geht natürlich weiter! Nach dem Sommer startet nicht nur das KulTür auf! Labor für kulturelle Aktionen mit und in der CommUNITY, sondern auch ein bundesweites KulTür auf! Netzwerk.

Die Türen sind noch längst nicht offen, es gibt noch viel zu tun und KulTür auf! macht weiter – mit Debatte, Protest und viel kultureller Aktion!

Theater X – CommUNITY Theater

Nach erfolgreicher erster Spielzeit 2016 startet das Theater X in der zweiten Jahreshälfte in die neue Spielzeit und bringt die Energie des FESTIWALLAs nach Moabit auf die CommUNITY-Bühne – mit den neuen JTB-Stücken, dem Caravan Al-Hakawati, Gastgruppen und weiteren Produktionen vom FESTIWALLA sowie neuen Ausgaben von „Bewegung ins Theater – Theater in Bewegung“, Workshops, Film, Musik u.v.m. Das Programm wird im September veröffentlicht.

Noch ein letztes Mal…

YALLA, YALLA …!

Euer JTB-Team

Erste Verleihung der KulTür auf! Awards

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bei „Ready or Not!? – KulTür auf! Konferenz und politische Jamsession“ am 21.5.2016 im Haus der Kulturen der Welt.
Am Samstag, 21. Mai verliehen KulTür auf! und das JugendtheaterBüro im Haus der Kulturen der Welt erstmals die KulTür auf! Awards für kulturellen Remix und emanzipative Kultur.

 

Die diesjährigen Preisträger*innen sind Jugendliche ohne Grenzen, die Salaam-Schalom Initiative und die Produktion FEAR der Schaubühne Berlin unter der Regie von Falk Richter.

Alle ausgezeichneten Projekte stehen für eine emanzipative und offene Kultur der Zusammenarbeit und Veränderung. Sie thematisieren offen gesellschaftliche Ausschlüsse und setzen sich mit kulturellen Mitteln gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Formen von Unterdrückung und Ausgrenzung ein.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Abschlussveranstaltung des dreijährigen Projektes KulTür auf! statt. Unter dem Titel „Ready or Not!? – KulTür auf! Konferenz und politische Jamsession“ veranstaltete das JugendtheaterBüro Berlin in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt ein Programm mit Workshops, Diskussionen, Ausstellung und Konzert, das sich mit kulturellen Strategien gegen rechte Gedanken und Bewegungen beschäftigte. Insgesamt nahmen über 170 Jugendliche, Künstler_innen, Vertreter_innen von Kultureinrichtungen, Aktivist_innen und WIssenschaftler_innen teil.

KulTür auf! wird gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung und wurde 2015 mit dem BKM Preis Kulturelle Bildung ausgezeichnet.

Das Projekt setzt sich seit über drei Jahren mit Ausschlüssen vom Kulturbetrieb auseinander und bringt unterschiedlichste Akteur*innen aus der Kultur- und Jugendarbeit, kleine und große Theater und junge Kulturschaffende aus der ganzen Stadt zusammen, um gemeinsam für einen REM!X der Berliner Kulturlandschaft zu streiten. Im Zentrum steht die Perspektive von jungen Menschen, die immer wieder mit Zugangsbarrieren zu kämpfen haben und die sich auf den meisten großen Bühnen der Stadt nicht repräsentiert sehen.

KulTür auf! Erklärung zur Preisbegründung

Wir sind der Meinung, dass es gerade jetzt wichtig ist, dass wir starke Bündnisse eingehen und zusammen arbeiten. Gerade jetzt ist es wichtig für eine widerständige und vielfältige Kultur zu streiten, die der Kultur der Angst und Feindseligkeit etwas entgegen setzt. Die AfD sitzt mittlerweile in sieben Bundesländern im Parlament und, wenn nicht aktiv dagegen vorgegangen wird, wird sie im September auch in den Berliner Landtag einziehen. In Berlin und ganz Deutschland nehmen Übergriffe auf Geflüchtete und People of Color immer mehr zu und einzelne Bezirke werden regelrecht zu No-Go-Areas. Doch der Rassismus und Chauvinismus, die sich hier äußern, haben längst nicht mehr nur das Gesicht des glatzköpfigen Straßenschlägers – es ist der Rassismus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte. Nach einem kurzen Moment der „Wilkommenskultur“ wird wieder laut gegen Geflüchtete gehetzt und die aktuellen Asylrechtverschärfungen entziehen vielen Menschen, auch wenn sie schon lang in Deutschland sind, ein Bleibe- und Existenzperspektive hier. Die rechten Programme richten sich gegen uns alle. Gegen unsere Vision einer offenen Gesellschaft.

Alle ausgezeichneten Projekte stehen für eine emanzipative und offene Kultur der Zusammenarbeit und Veränderung. Sie thematisieren offen gesellschaftliche Ausschlüsse und setzen sich mit kulturellen Mitteln gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Transfeindlichkeit sowie andere Formen von Unterdrückung und Ausgrenzung ein.

Jugendliche ohne Grenzen (JoG) ist eine selbstorganisierte Initiative in Berlin Moabit von jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, die sich in Zusammenarbeit mit dem Grips Theater gegründet hat. JoG macht neben vielen anderen Projekten politische Kampagnen, und zeichnet jährlich den Abschiebeminister des Jahres aus. Selbstorganisiert, „Fighting for Bleiberecht“ seit vielen Jahren.

Die Salaam Shalom Inititive arbeitet aktiv gegen eine Kultur der Spaltung. Den Community-Ansatz haben sie im Programm: Muslimische, jüdische und nicht-religiöse Menschen arbeiten zusammen, um sich aktiv gegen alle Formen der Unterdrückung zu organisieren.

Die Produktion FEAR der Schaubühne Berlin unter Regie von Falk Richter stellt sich klar gegen Rechte Gedanken und Bewegungen, reagiert direkt und deutlich auf  aktuelle politische Entwicklungen  und erzeugtein gesellschaftliches Echo. 

Deshalb heute mehr denn je: KulTür auf! In diesem Sinne gratulieren wir allen ausgezeichneten Projekten und sagen „Weiter so!“.

 

Zusätzlich, hier ist ein schöner Bericht von der Konferenz “READY OR OT!? KULTÜR AUF!” was am Sonntag 22. Mai veröffentlicht worden ist.

Und ein paar Bilder haben wir auch …

90/60/90: Rollenscheiß!

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Die Frauen des JTBs sind wieder am Start und spielen das ausgezeichnete Stück zum ersten Mal im Theater X am Samstag 4. Juni um 19h30! Plätze können im Vorverkauf gesichert werden oder direkt an der Abendkasse gekauft werden.

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Stückbeschreibung:
Sei eine Lady! Sei niedlich! Sei schwach! Putz! Koch! Krieg Kinder! Aber vergiss deine Arbeit nicht! Und dabei bitte immer gut aussehen!
Eine Gruppe von Freundinnen verirrt sich ins Barbie Dream House, was sich angesichts beengender Geschlechterrollen und Sexismus in ein Nightmare House verwandelt.

Es spielen:
Saira Amjad, Büşra Atmaca, Zeynep Cengiz, André Ilev, Dalia El-Heit, Aysima Ergün, El Corto
Regiekollektiv unter der Leitung von:
Saira Amjad, Dalia El-Heit, Aysima Ergün und Annika Füser

– Eintritt gegen Spende.
– Keine Reservierungen möglich – Nur Vorverkauf im Theater oder Abendkasse um 19h00 am Tag der Aufführung!
Also sichert euch Plätze und holt Karten direkt bei uns im Theater immer Montags von 12h00 bis 19h00.
Wenn das nicht passt, schreibt eine Email an intendanz@theater-x.de

Ready or Not!? – KulTür auf! Konferenz

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Wir schlagen unsere Zelte auf dem Dach des HKW auf, um am 20. und 21. Mai unter dem Titel „Ready or Not!? – KulTür auf! Konferenz und politische Jam-Session“ mit Jugendlichen, jungen Künstler*innen, Theatern, Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen darüber zu diskutieren, was wir mit kulturellen Mitteln rechten Gedanken und Bewegungen entgegensetzen können.

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Am Samstag, 21.5. gibt es ganztägig ein offenes Programm mit Workshops, Aktionsplanung und einem Poetry Meets Hip Hop Special mit Theater, Spoken Word und Musik

… mit Beiträgen von Seite von Dan Thy Nguyen, Dr. Kien Nghi Ha, Jumọke Adeyanju, Bündnis gegen Rassismus, der Registerstelle der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, Jugend gegen Rassismus, “Aufstehen gegen Rassismus”, ‘I,Slam’, ADS – Attackiert das System, Ausschnitten aus „Jetzt bin ich hier“ der akademie der autodidakten (Ballhaus Naunynstraße, angefragt), einer Preview-Performance zum FESTIWALLA 2016 und vielen mehr. Außerdem zeigen wir eine Ausstellung zu Racial Profiling, die von Outreach mit Berliner Jugendlichen erarbeitet wurde und das preisgekrönte Hörspiel „Sonnenblumenhaus“ von Dan Thy Nguyen über die Pogrome 1992 in Rostock-Lichtenhagen.

Kontakt und Anmeldung: kta@grenzen-los.eu

Programm am Samstag 21.5.2016

13:00 Ankommen mit kleinem Brunch-Buffet

13:30 Preview-Performance zum FESTIWALLA 2016/ Eröffnung

14:30 WORKSHOP-PHASE 1

  • Workshop 1: THEATER GEGEN RECHTS: READY OR NOT?
    [Input und Moderation: Bündnis gegen Rassismus und Registerstelle der Alice Salomon Hochschule]
  • Workshop 2: LERNEN AUS DER GESCHICHTE? POLITISCHE KUNST UND DIE ERINNERUNG AN DIE POGROME IN ROSTOCK-LICHTENHAGEN
    [Input von Kien Nghi Ha und Dan Thy Nguyen. Moderation: Theater X]
  • Workshop 3 (Teil 1): KULTÜR AUF! PRAXISWORKSHOP: “MITMISCHEN, EINMISCHEN, REMIXEN” ODER WIE ICH KÜNSTLERISCHE INTERVENTIONEN IN DEN ETABLIERTEN KULTURBETRIEB MACHE
    [Input und Moderation: KulTür auf!]

17:00 WORKSHOP-PHASE 2 – Aktionsplanung

  • Workshop 3 (Teil 2): KULTÜR AUF! PRAXISWORKSHOP: “MITMISCHEN, EINMISCHEN, REMIXEN” ODER WIE ICH KÜNSTLERISCHE INTERVENTIONEN IN DEN ETABLIERTEN KULTURBETRIEB MACHE
    [Input und Moderation: KulTür auf!]
  • Workshop 4: MIT JUGENDKULTUR UND HIP HOP GEGEN RECHTS
    [Hosted by ADS. Input von Aufstehen gegen Rassismus]
  • Workshop 5: WIE ORGANISIERE ICH MICH POLITISCH AN MEINER SCHULE?
    [Input und Moderation: Jugend gegen Rassismus]

18:30 Pause / Essen

19:30 Verleihung der KulTür auf! Awards

20:00 Poetry meets Hip Hop meets Theater (Musik, Spoken Word, Theaterperformance)

[Hosted by Jumọke Adeyanju mit Performances  von I,Slam / ADS / akademie der autodidakten (angefragt) u.a.]

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Eine Veranstaltung von JugendtheaterBüro Berlin und KulTür auf! Gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.
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WORKSHOP-INHALTE:

Workshop 1: THEATER GEGEN RECHTS: READY OR NOT?

[Input und Moderation: Bündnis gegen Rassismus und Registerstelle der
Alice Salomon Hochschule]

Rechte Gedanken werden immer gesellschaftsfähiger, die AfD erzielt erschreckende Wahlerfolge und PEGIDA mobilisiert immer noch und immer wieder erfolgreich. In Berlin nehmen Übergriffe auf Geflüchtete und People of Color immer mehr zu und einzelne Bezirke werden regelrecht zu No-Go-Areas. Doch der Rassismus und Chauvinismus, der sich hier äußert, hat längst nicht mehr nur das Gesicht des glatzköpfigen Straßenschlägers – es ist der Rassismus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte.

Nicht zuletzt im Kulturbereich stellen sich schon jetzt viele der
rassistischen Mobilisierung entgegen: immer mehr Theatermacher*innen und Künstler*innen, auch an großen Bühnen, nehmen aktiv Stellung. Gleichzeitig sind die großen Kulturinstitutionen nach wie vor überwiegend Institutionen die von Perspektiven der weißen Mittelschicht dominiert werden. Insbesondere Jugendliche of Color, die in den Medien nach wie vor Projektionsfläche für rassistische Zuschreibungen sind, haben im Kulturbereich immer noch kaum Möglichkeiten der Selbstrepräsentation. Wir wollen mit Euch diskutieren: Was können wir als Kulturschaffende rechten Gedanken und Bewegungen entgegensetzen und welche Rolle spielt dabei die eigene Perspektive?

Workshop 2: LERNEN AUS DER GESCHICHTE? POLITISCHE KUNST UND DIE ERINNERUNG AN DIE POGROME IN ROSTOCK-LICHTENHAGEN

[Input von Kien Nghi Ha und Dan Thy Nguyen. Moderation: Theater X]

Nach einer viel zu kurzen Phase großer Willkommenseuphorie scheint die Stimmung in Deutschland umgeschlagen zu sein. Dies äußert sich nicht zuletzt auch durch massive Verschärfungen im Asylrecht und eine erschreckende Gewalteskalation, die viele an die rassistischen Anschläge und Pogrome der frühen 90er Jahre erinnert. Dan Thy Nguyen stellt in diesem Workshop Ausschnitte aus seinem preisgekrönten Hörspiel „Sonnenblumenhaus” vor, das auf Zeitzeug*innenberichten von Überlebenden des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen 1992 basiert und die Perspektive der angegriffenen Vietnames*innen in den Vorderrund stellt. Gemeinsam mit Kien Nghi Ha sprechen wir darüber, wie in Deutschland an die Ereignisse in Rostock erinnert wird. Wer kommt zu Wort und wer nicht? Was können wir angesichts der aktuellen Lage aus dem Umgang mit diesem Teil deutscher Geschichte lernen? Wie kann politische Kunst zu einer anderen Erinnerungskultur beitragen? Und welche Schwierigkeiten haben Künstler*innen of Color, wenn sie in Deutschland politische Kunst machen?

Workshop 3: KULTÜR AUF! PRAXISWORKSHOP: “MITMISCHEN, EINMISCHEN, REMIXEN” ODER WIE ICH KÜNSTLERISCHE INTERVENTIONEN IN DEN ETABLIERTEN KULTURBETRIEBEN MACHE

[Input und Moderation: KulTür auf!]

Analysieren, produzieren und protestieren. Unter diesem Motto mischt
sich KulTür auf! mit Jugendlichen und jungen Künstler*innen seit über 3 Jahren in den Berliner Kulturbetrieb ein um für eine Öffnung und einen Remix der Kultur zu streiten. In diesem praktischen Workshop wollen wir unsere Erfahrungen und Strategien aus KulTür auf! mit Euch teilen und diskutieren.

Workshop 4: MIT JUGENDKULTUR UND HIP HOP GEGEN RECHTS

[Hosted by ADS. Input von Aufstehen gegen Rassismus]

Wir wollen Jugend, Kultur, Politik verbinden und uns gemeinsam organisieren. Wir wollen mit Hip Hop gegen Rechts unsere Stimmen erheben und JETZT aktiv werden. Ready or not!? Die Jugend ist da! Eingeladen sind Rapper*innen, Tänzer*innen, Spoken Word Artists, Sänger*innen und alle, die in Hip Hop und Jugendkultur politisch aktiv sind.

Workshop 5: WIE ORGANISIERE ICH MICH POLITISCH AN MEINER SCHULE?

[Input und Moderation: Jugend gegen Rassismus]

Die AfD macht Wahlkampf an deiner Schule, die Bundeswehr schaut bei euch vorbei, rassistische Lehrer*innen oder Schüler*innen machen dumme Kommentare oder der nächste Schulstreik steht vor der Tür – Gründe aktiv zu werden gibt’s unendlich viele. In unserem Workshop wollen wir darüber sprechen, was es für Möglichkeiten es gibt aktiv an deiner Schule zu werden, wie man deine Mitschüler*innen beispielsweise für antirassistische Politik gewinnen kann, welche Aktionsformen man dazu benutzen könnte und was Schule eigentlich im Kapitalismus bedeutet.

Was läuft im Theater X?

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Theater X bei der KulturBilder Vol. 26 Veranstaltung “Diversitätsentwicklung”

Lezte Woche Donnerstag, den 28.4.16 sprachen Jasmin und Ahmed von Theater X bei einer Veranstalung der Reihe Kulturbilder zum Thema Diversitätsentwicklung.

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Geladen waren zur Podiumsdiskussion außer den Beiden Vetreter*innen der komischen Oper, dem Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung, dem Interventionen-Festival sowie eine Lehrbeauftragte der Alice-Salomon-Hochschule, die im Migrationsrat Berlin Brandenburg aktiv ist.

Alle Projekte stellten sich vor. Jasmin und Ahmed sprachen über die KulTür-Auf Konferenz, Theater X und Festiwalla, erklärten aber auch wie im Jugendtheaterbüro zusammengearbeitet wird.

Danach folgte eine kritische Auseinandersetzung über den Begriff Diversität. Neben der Kritik daran, dass der Begriff überhaupt erst vergleichsweise spät in Deutschland Verwendung fand, ist er per se nicht herrschaftskritisch. Von Problemen wie Rassismus und anderen sozialen Ungerechtigkeiten, die die Frage, warum nicht alle Menschen Zugang zu Kulturbetrieben haben, begründen, kann das Konzept von Diversity auch ablenken. Was können wir also konkret tun? Diskutiert wurden geflüchtete und migrantische Selbstorganisationen, die beim Interventionen Festival eine Plattform finden sollen, Bildungsinhalte und community building. Wie community building funktionieren kann erklärten Jasmin und Ahmed mit Theater X: commUNITY!


Quatiersrat Sitzung im Theater X

Am Donnerstag 28. April konnte das Quatiersmanagement die, seit Oktober 2015 geöffnete, neue Spielstätte Moabits Theater X entdecken. Mit dem Besuch der Räumlichkeiten und Gespräche mit den Schauspieler*innen und Mitgliedern der Leitung (Andre Ilev und Dalia El Heit) konnte der Quatiersrat ein genaueren Einblick in unsere commUNITY und der täglichen Arbeit im Theater bekommen. Es war auch die Gelegenheit für den Aktionsfond Jury ein kleinen Abschlußfeier zu veranstalten.

Ein paar Bilder dazu haben wir für euch gesammelt!

Video-Workshop Reihe im JugendtheaterBüro Berlin

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Wir vom JugendtheaterBüro Berlin Moabit planen ein selbstorganisiertes Medienprojekt in Form von Videoworkshops. Die Workshops richten sich an Berliner Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung und werden im Mai undJuni stattfinden.
Wir wollen uns mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen dazu mehrere kurze Videos erstellen. 

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Wie werden Themen wie Rassismus, Flucht und Migration aktuell in den Medien dargestellt?
Wie kann Film die Wirklichkeit abbilden und wie kann Film die Wirklichkeit verfälschen?
Wer darf sprechen und wer nicht?

In den einzelnen Workshops werden wir Schritt für Schritt Kamera- und Medientechniken erlernen, aktuelle Film- und Fernsehbeiträge analysieren und diskutieren und vor allem unsere eigenen Beiträge produzieren. Die fertigen Videos sollen schließlich in Sozialen Medien veröffentlicht werden, um damit zu Diskussionen anzuregen. Seid kreativ! Seid provokant! Seid dabei!

Wenn du Lust hast mitzumachen, schreib bis zum 2.Mai 2016 eine Email mit deinem Namen und deiner Handynummer an johanna.meier@grenzen-los.eu

Ready or not!? – KulTür auf! Konferenz und politische Jam-Session

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KulTür auf! Konferenz im Haus der Kulturen der Welt

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Mit kultureller Aktion und einem breiten Bündnis aus Kultur und Gesellschaft gegen das Erstarken der Rechten in Deutschland. Wir laden Jugendliche, junge Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, politische Aktivist_innen, Initiativen, Kulturinstitutionen, Akteur_innen aus kultureller Bildung und Kulturpolitik ein zu einem Tag mit Workshops, Diskussion, Performance und der ersten offiziellen Verleihung der KulTür auf! Awards.

Das ausführliche Programm wird in Kürze auf die Website veröffentlicht.
::: Wann :::
20. und 21. Mai
::: Wo :::
im Haus der Kulturen der Welt

Theater X Programm der Spielzeit

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Die neue Spielzeit des Theater X geht los! Das Programm ist online und es können jetzt Reservierungen durchgeführt werden!
Die Anmeldungen verfallen eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn und werden für Gäste an der Abendkasse freigegeben.

YALLA!

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