Programm

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Anmeldungen für Theatervorstellungen oder für die Teilnahme an den Workshops empfohlen:

Der Eintritt ist frei, um Dich anzumelden bitte einfach eine Email an isolde.waller@grenzen-los.eu oder telefonisch unter: 030-48815220

 

Wer hat die Macht?

Wer hat über mich das Sagen?

Warum fallen wir Menschen in Ohnmacht?

Woher kommt mein eigenes Versagen?

Wo liegt die Gegenmacht?

Was kann ich dagegen wagen?

 

Theater von heute gemacht von Jugendlichen von heute über die Fragen von heute, gestern und morgen. Zehn aktuelle Theaterproduktionen, die bewegen wollen – Premieren inklusive!

Hier ist der Programm-Überblick:

ACHTUNG: Zusatzvorstellung Freedom-Theater Freitag, 2.November. 17:00

Und das Programm des FESTIWALLA 2012 zum Download (PDF).

 

Donnerstag, 1. November, 11:00 – 13:00 Uhr / Theatersaal

Wessen Straße?

Eine zweiteilige Produktion des JugendtheaterBüros Berlin

Kinder der Sonne Deutschlands

Regie- & Schauspielkollektiv: Kerim Balli , Mehmet Kalender, Elwin Chalabianlou,
Moahemmed Nasser Rmeih
Coaches: Alexandra Igorewna Juschkewitsch & Christina Hodanek

Drei Jugendliche verschiedener Herkunft versuchen, ihre Freundschaft zwischen Erwachsenwerden und Kindheit bestehen zu lassen und ihren Platz in Deutschland zu finden. Gefangen zwischen Trug und Wahrheit lassen die Kinder der Sonne die Masken fallen, die ihnen aufgesetzt wurden.

Müllgericht

Regie: Amelie Matthe
Coach: Anke-Jenny Engler, Pia Seiferth
Schauspiel: René Görgen, Amelie Matthe, David Warmbold

Überfluss. Es existiert viel mehr als wir verbrauchen können. Und wo landet es dann? In einer Mülltonne. Weil wir es nicht mehr gebrauchen können. Aber ist eine Mülltonne der Raum, in dem sich Besitzansprüche auflösen und Konsumgüter frei zugänglich werden? Wie sieht es in der Realität aus und wie ist es im Gesetz verfasst? Die Verhandlung ist eröffnet!

Donnerstag, 1. November, 14:30 – 16:00 Uhr / Theatersaal

Rise up! Wie weit würdest du gehen?

Eine Theaterproduktion des Grips-Theaters Berlin, Leitung und Regie: Philipp Harpain

RISE UP! Wie weit würdest du gehen? Was tun, wenn ein Mitschüler wegen eines Demo-Besuchs in U-Haft sitzt? Was tun, wenn die Schule Diskussionen verbietet? Da hilft nur eins: Campen auf dem Schulhof! Doch was als Utopie von mehr Demokratie und Mitbestimmung beginnt, spitzt sich immer mehr zu und bringt alle an ihre Grenzen. Neben der Herausforderung, den gemeinsamen Protest-Alltag zu meistern, sind alle gezwungen, sich zu positionieren und persönliche Opfer zu bringen. Als das Camp geräumt werden soll, stellt sich für jeden die Frage: Wie weit würdest du gehen?

Donnerstag, 1. November, 20:00 Uhr / Theatersaal

Freitag, 2. November, 17:00/ Theatersaal

Stolen Dreams – Freedom Theatre

Eine Theaterproduktion des Freedom Theatres Jenin, Regie: Qais Sadi

Ein junger Palästinenser träumt davon, ans Meer zu fahren. Er wird jedoch durch die Absperrungen der Besatzer aufgehalten. Wie er träumt jeder Charakter des Stücks einen eigentlich sehr einfachen Traum von einem „normalen“ Leben in Palästina.

Es ist jedoch nicht nur die Besatzung, sondern auch die palästinensische Autorität, die hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen und das immer teurer werdende Leben, das die Verwirklichung dieser Träume verhindert.

Das Stück ist eine Hommage des Freedom Theatres an seinen Gründer Juliano Mer-Khamis, der im April 2011 erschossen wurde und dessen Mörder bis heute nicht gefasst ist.

Freitag, 2. November, 10:00 – 12:00 Uhr / Theatersaal

Anonymous – Lina-Morgenstern-Schule

Eine Produktion der Lina-Morgenstern-Schule, Gruppe Diggers forever, Regie: Ahmed Shah, Lena-Gülcan Orhan

 

Hast du auch ein Problem mit deinem Namen? Ist er nicht deutsch genug? Wirst du aufgrund deines Namens gemobbt? Nervt es dich, dass so viele Leute nach so vielen Jahren deinen Namen immer noch falsch aussprechen? Oder wundert dich das schon gar nicht mehr? Bist du daran gewöhnt und sprichst deinen Namen sogar selbst Deutsch klingend aus? Du bist nicht allein!

Freitag, 2. November, 14:00 – 15:30 Uhr / Theatersaal

AH´Similare – Die Geschichte einer Anpassung

Eine Theaterproduktion der P14-Volksbühne Berlin, Regie: Jan Koslowski

Der demografische Wandel kommt schneller als du denkst! Gentrifizierung, die zweite Generation. Zwischen puristisch eingerichteten Dachgeschosswohnungen und der ollen Oma im letzten Hinterhof, die immer noch die Kohlen schleppen muss. Zwischen unsichtbaren Grenzen und einem Wort, genannt Heimat. P14 begibt sich mit AH’ Similare auf einen site-specific Spaziergang durch die Zone und den ganzen Rest und was vom Rest übrig geblieben ist. Wir werden stark sein und nicht weinen.

 Freitag, 2. November, 18:00 – 20:00 Uhr / Konferenzraum

„Mädchenspiele“ – Ein Theaterstück auf einer eigenen Wiese

Eine Produktion des Theaters Expedition Metropolis in Kooperation mit dem Alia Mädchenzentrum, Regie: Géraldine Mormin

Mädchen schminken sich. Mädchen bluten. Mädchen sitzen aufrecht. Mädchen weinen. Mädchen halten die Beine zusammen. Mädchen tragen BH’s. Mädchen spielen Hochzeit. Mädchen werden vergewaltigt. Mädchen flechten sich Zöpfe. Mädchen werden geheiratet. Mädchen klettern auf Bäume. Mädchen sind langweilig. Acht junge Frauen spielen Mädchen und laden zu einem nicht wirklich zuckersüßen Picknick!

Freitag, 2. November, 20:00 – 22:00 Uhr / Theatersaal

Wessen Land?

Eine zweiteilige Produktion des JugendtheaterBüros Berlin

Ein Stück Palästina

Regie: Abed Abou Zaher
Coach: Esther Jurkiewicz & Ahmed Shah
Schauspiel: Aysima Ergün, Büsra Atmaca, Abed Abou Zaher, Alexandra Hariri-Awada

“Gaza: Bei Artillerieangriffen des israelischen Regimes auf die Region Bait Hanun im Norden des Gazastreifens wurden am heutigen Montag zwei Palästinenser getötet.”

Es ist Zeit zu handeln!

Wir wissen wie es ist, wenn einem der Raum zum Leben genommen wird.

Wir wissen wie es ist, wenn einem die Kindheit geraubt wird.

Wir wissen wie es ist, wenn die Heimat besetzt ist.

Aber wir wissen auch, dass wir nicht länger zusehen wollen!

Wer macht die Regie?

Regie- & Schauspielkollektiv: Nuriye Özbey, Seyran Jotzo, Saira Amjad, Jasmin Ibrahim, Çığır Özyurt, Hümeyra Kılıç, Zelal Kaya, Luca Holland

Romeo und Julia? Nein! Azad und Eda! Welche Vorstellungen prallen aufeinander, wenn in einer Theatergruppe eine türkische Regisseurin und eine kurdische Schauspielerin den türkisch-kurdischen Konflikt thematisieren wollen? Entsteht eine romantisch, pathetische und rosarote Liebesgeschichte zwischen einem Kurden und einer Türkin, ein politisches Theaterstück oder etwas ganz anderes?

Samstag, 3. November, 14:30 – 16:00 Uhr / Theatersaal

Die Hoffnung stirbt zuerst

Eine Gemeinschaftsproduktion von lebende objekte Köln, Regie: Georg Blokus & Vanessa Euler

Leistungsdruck, Facebook, ADHS, G8, Counter-Strike, YouTube, Burnout, iPhone und Zukunftsangst an Deutschlands Schulen – Themen, von denen die Talkshow-Nation nicht genug bekommt. Auch an diesem Abend bei „streng aber gerecht“ diskutiert Moderatorin Franka Wutzberger mit ihren Talkgästen über das Schicksal der ‚Generation Zukunft’: „Von der Schulbank ins Leben – Sind unsere Kinder zum Scheitern verurteilt?“

Samstag, 3. November, 20:00 Uhr / Theatersaal

Arab Dream – From Tahrir with Love

Eine Produktion des JugendtheaterBüros Berlin

Regie: Ahmed Shah
Regieassistenz: Esther Jurkiewicz, Alexandra Igorewna Juschkewitsch & Christina Hodanek
Dramaturgie: Çığır Özyurt
Schauspiel: Asma Zaher, Abed Abou Zaher, Aldan Sabotic, Momhammed Rmeih, Elwin Chalabianlou, Büsra Atmaca,Nuriye Özbey, Aysima Ergün, Jasmin Ibrahim

Jugendliche zeigen ihren persönlichen Tahrir: Wie wirkt sich der Umbruch in den arabischen Ländern auf Jugendliche aus, die in Berlin leben und ihren eigenen Hintergrund und Bezug zu den politischen Ereignissen mitbringen? Verschiedene Figuren durchleben Entwicklungsprozesse und so ihren ganz persönlichen Tahrir, der nicht nur in Ägypten stattfinden kann, sondern überall, wo Jugendliche mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert sind und diese ändern wollen.