KulTür auf! im HKW: Jugendkultur meets Hochkultur.

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Die Jugendlichen des JTB führen eine lebendige Debatte mit etablierten Kulturschaffenden.

Vergangenen Donnerstag, am 23. Juni 2011, trafen im Haus der Kulturen der Welt Jugendliche des JTB auf leitende Persönlichkeiten aus Berliner Kulturbetrieben. In einer lebhaften Podiumsdiskussion wurden Möglichkeiten des Zugangs zur Kultur für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten erörtert. Neben Jugendlichen des JugendtheaterBüros Berlin saßen der Intendanten des HKW, Bernd Scherer, Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters, der Direktor der Schaubühne, Friedrich Barner, die Leiterin des Jungen Deutschen Theaters, Birgit Lengers, der freischaffende Regisseur Michael von zur Mühlen sowie Sefanie Aehnelt vom Heimathafen Neukölln auf dem Podium.

Das Diskussionspanel war einer der Höhepunkte der vom JTB ins Leben gerufenen Kampagne KulTür auf! Wir schaffen ZUGANG und der Auftakt zu einem nachhaltigen Dialog auf Augenhöhe.

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Wer mehr über die Eindrücke der Jugendlichen erfahren möchte, kann hier weiterlesen

Friderike, 16 Jahre, Praktikantin im JTB

Meiner Meinung nach ist die gesamte Podiumsdiskussion im Haus der Kulturen der Welt sehr gut verlaufen und es gibt nichts was mir besonders negativ aufgefallen ist. Der Kampagnensong am Anfang ist sehr gut gelungen. Er hat die Zuschauer als auch die etwas zurückhaltende Stimmung und die Mimik der Gäste innerhalb des Podiums aufgelockert… Besonders gut gefallen hat mir, das die Jugendlichen des JTB eine super Bühnenpräsenz hatten und ihre Fragen und ihren Part Rund um spannend gestaltet haben, oft aber auch zu angriffslustig…ich fand die Bitte für bessere Aufklärung an den Schulen ausgehend von den „großen“ Theatern Berlins sehr passend und bin ebenso überzeugt davon, dass Theaterprojekte in Problembezirken öfter und langfristiger durchgeführt werden sollen, um jedem Jugendlichen, ob schwarz oder weiß, ob Migrant oder Deutscher, Kultur und Kunst nahezubringen…Es war sehr schade, dass zwei unserer Gäste das Podium nach 1 Stunde verlassen mussten. Gerne hätte ich z. B. mehr von Ulrich Khuon (Intendant Deutsches Theater) erfahren, dessen Aussage nach viele Themen und Probleme, die uns Jugendlichen bekannt sind und er auch viele Situationen aufgrund seines Dialekts, aus eigener Erfahrung nach nachvollziehen kann. Das Zusammenspiel und die Stimmung innerhalb des Podiums war aber rundherum sehr gelungen und ermöglichte uns ein gutes Anknüpfen an große Häuser Berlins, für das JugendtheaterBüro eine gute Gelegenheit der neuen Kulturlandschaft wieder einen Schritt näher zu kommen.

Alla, 16 Jahre, JTB Teilnehmer

Ich hatte das Gefühl, die Gäste waren nicht richtig bereit für unsere Fragen. Auch nicht so gut vorbereitet. Die haben manchmal richtig lange gebraucht bis sie geantwortet haben und das war dann auch nicht so direkt. Die wussten oft nix, was sie sagen sollten…und die haben die Jugendliche auch nix oder nur wenig gefragt. Manchmal merkte man, dass sie sich nicht so für die Sachen der Jugendlichen interessierten und auch nicht zuhörten.

Saira, 20 Jahre, Teilnehmerin JTB

Ich fand die Podiumsdiskussion sehr wichtig, auch wenn ich davor nicht wirklich geglaubt habe, dass es so spannend wird. Positiv beeindruckt war ich von der Atmosphäre, von unseren Jugendlichen und vom Ergebnis der Diskussion, das sich in der Bereitschaft der Kulturschaffenden zeigte, auf unsere Vorschläge einzugehen und die Debatte fortzuführen. Bleibt zu hoffen, dass die entsprechenden Entscheidungsträger wirklich verstehen, was uns Jugendliche bewegt.