Die Geister, die sie riefen – Antimuslimischer Rassismus & die Verantwortung der Medien

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Immer mehr Brandanschläge auf Moscheen, Übergriffe auf Frauen mit Kopftüchern – in einer Veranstaltung mit NARI im SO 36, Berlin, wird der Frage nach der Verantwortung der Medien für die rassistische Stimmung nachgegangen

Ende 2014 entstanden die PEGIDA-Demonstrationen, die offen rassistisch gegen Muslima und Muslime wetterten. PEGIDA ist Ausdruck einer langjährigen islamophoben Stimmung, die in der Öffentlichkeit von diversen Medien, wie Bild und Spiegel vermittelt wurde. Aussagen von Sarrazin, Buschkowski und anderen werden bereitwillig von vielen Medien aufgenommen. Die Bedrohung wird real, wenn Personen, Moscheen und Flüchtlingsheime angegriffen werden. In allen diesen Bereichen hat die Gewalt zugenommen.

Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer wird anhand von Beispielen aufzeigen, wie „der Islam“ in den Medien dargestellt wird und der Frage nach deren Beitrag zu antimuslimischem Rassismus und Islamfeindlichkeit nachgehen. Sie leitet das Institut für Medienverantwortung und setzt sich kritisch mit der Berichterstattung der Medien auseinander. Marwa Al-Radwany wird anhand von alltäglichen Beispielen antimuslimischen Rassismus aufzeigen und dessen politische Funktion(en) erläutern. Sie ist Initiatorin des Netzwerkes gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit (NARI) des Vereins „Initiative Grenzen-Los! e.V.“, Berlin. Sie gibt regelmäßig Workshops und Seminare zu Islamfeindlichkeit und Rassismus.

DIE GEISTER, DIE SIE RIEFEN

Antimuslimischer Rassismus & die Verantwortung der Medien

Vortrag und Diskussion mit der Medienforscherin Dr. Sabine Schiffer & der Aktivistin Marwa Al-Radwany

08.07.2015 im SO36 / 18.30 h / Oranienstr. 190 / 10999 Berlin

Wie und mit wem gegen antimuslimischen Rassismus?

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NARI Berlin auf der Informations- und Diskussionsveranstaltung des Bezirksverbandes DIE LINKE.Neukölln am 19. März um 19 Uhr

Foto: Frank Essers

Foto: Frank Essers

NPD und Pro Deutschland hetzen bundesweit gegen Muslime und marschieren mit menschenverachtenden Slogans vor Moscheen auf. Gleichzeitig wird durch Kampagnen der Medien (Sarrazin und Co) sowie durch Innenminister Friedrich, ein krudes Bedrohungsszenario durch den Islam beschworen.

DIE LINKE stellt sich den rassistischen Hetzparolen immer und überall in den Weg! Doch bei den Aktionen gegen den braunen Mob, wie im Sommer 2012 in Neukölln, muss sich DIE LINKE auch kritisch mit ihrer Bündnispolitik befassen… Wie verteidigt man sich gegen tumbe braune Hetze und distanziert sich richtig von anderen Gruppierungen?

Für uns steht fest: Nazis werden nirgends geduldet und auf den gravierenden anti-muslimischen Rassismus in diesem Land wollen wir aufmerksam machen!

Termin: Dienstag, 19. März 2013, um 19.00 Uhr

Referenten:

  • H.-Eberhard Schultz: Rechtsanwalt und Notar, Vorstandsmitglied Internationale Liga für Menschenrechte, Berlin
  • Sascha Stanicic: Bundessprecher der Sozialistischen Alternative (SAV)
  • Marwa Al-Radwany: Initiatorin des Netzwerkes gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit (NARI) des Vereins „Initiative Grenzen-Los! e.V.“, Berlin

Ort: Allmende, Kottbusser Damm 25-26 (nahe Hermannplatz)

Interessierte sind herzlich willkommen.

Verwirrung auf der Deutschen Islamkonferenz

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Das Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus Leipzig war in diesem Jahr (2012) auf der Deutschen Islamkonferenz (DIK) vertreten. Thema der Veranstaltung in Berlin mit ca. 100 Teilnehmenden war „Muslimfeindlichkeit“.

Diskussion auf der Deutschen Islamkonferenz

© Dirk Enters / Deutsche Islam Konferenz

Professor Dr. Andreas Zick stellte Ergebnisse der bekannten repräsentativen Bielefelder Studie dar. Demzufolge sind 46 % der deutschen Bevölkerung der Meinung, in Deutschland lebten zu viele Muslime. Dass Staatssekretär Klaus Dieter Fritsche angesichts solcher Zahlen von Muslimfeindlichkeit als Extremismus sprach, ist bedauerlich.¹

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Abschlussveranstaltung “Kreativ gegen Diskriminierung”

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Inssan lädt ein! 21. November 2012, von 16:30 bis 20:00 Uhr Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

iSlamer beim Slammen

Younes Al Amayra: ‘i,Slam – Muslimischer Poetry -Slam’  Foto: Inssan e.V.

Im Rahmen des Projekts “Kreativ gegen Diskriminierung!” haben sich Berliner Jugendliche auf kreative Art und Weise mit dem Thema Diskriminierung auseinandergesetzt. In den vier eigens hierfür entwickelten Workshops war Empowerment ein zentrales Thema. Gezeigt wird ein Theaterstück von SchülerInnen einer 6.Klasse und die Ergebnisse der SlammerInnen des i,Slam-Workshops. Ausserdem werden in einer Ausstellung die Ergebnisse der Workshops Foto, Kreatives Gestalten und Poetry Slam präsentiert. Neben den Ergebnissen wird Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, ein Inputreferat halten.

Mehr zum Programm findet man hier.

Anmeldungen telefonisch unter 030 -2061 96 39 oder per E-Mail an antidiskriminierung@inssan.de mit Nennung von Namen, Kontaktdaten und Institution.

Demonstration in Gedenken an die vom NSU Ermordeten am 4.11. in Berlin

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Motto: Das Problem heißt Rassismus – Schluss mit der Vertuschung

Das Bündnis gegen Rassismus plant am 4.11.2012 eine Demonstration zum Jahrestag des Auffliegens des NSU-Netzwerks. Eine Demonstration soll um 14 Uhr vom Oranienplatz (Ort des Refugee-Camps) zum Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum im BKA-Gebäude in Berlin-Treptow führen. Ein breites Bündnis aus über 50 antirassistischen, antifaschistischen und linken Gruppen ruft zur Teilnahme auf.

Deniz Yilmaz, ein Sprecher des Bündnisses, erklärt zu der Demonstration: „Es wird gemauert, geschwiegen und vertuscht. Akten verschwinden und werden geschreddert, das System von V-Leuten finanzierte das Umfeld des Nazi-Netzwerks. Der Verfassungsschutz und viele Behörden sind Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.“

In Medien und Untersuchungsausschüssen werden viele Details des Skandals bekannt, stets gegen die Absicht der Behörden. Yilmaz führt weiter aus: „Das Problem heißt Rassismus! Skandalös ist, dass die Motive der Mörder kaum beleuchtet werden. Rassismus war das Mordmotiv des NSU-Netzwerks. Über einen breit verankerten Rassismus in den Institutionen, in der Mitte der Gesellschaft und in den Medien muss gesprochen werden.

Rassistische Polizeikontrollen und -brutalität, die denunziatorische „Vermisst“ Kampagne des BMI und der alltägliche antimuslimische Rassismus von Sarrazin und Buschkowsky müssen ins Zentrum der Auseinandersetzung. Ansonsten ist die Debatte um den NSU-Terror Augenwischerei.“

www.buendnisgegenrassismus.org

bundgrass@yahoo.de

Treffpunkte:

14h Auftaktkundgebung am Refugee Protest Camp am Oranienplatz

15:30h Zwischentreffpunkt am Schlesischen Tor

17h Abschlusskundgebung vor dem BKA, Am Treptower Park 5-8, 12435 Berlin

Veranstalter: Bündnis gegen Rassismus

“Ich habe noch genau so viel Humor wie vorher, nur, dass ich jetzt ein Kopftuch trage.”

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Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Migrationsrat Berlin-Brandenburg *Referenten:*Prof. Dr. Iman Attia (angefragt), Arabische ElternUnion,ReachOut, /./

*30.10.2012* ** *18:00 Uhr* ** *Familiengarten*, Oranienstr. 34 (HH), 10999 Berlin, Tel: 614 3556**

Rassismus gegen Muslime und als solche Markierte hat eine traurige Brisanz erlangt. In vielen Bereichen der Gesellschaft erfahren Menschen Diskriminierungen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Namen und/oder Religion. Vor allem Frauen, die ein Kopftuch tragen, sind besonders betroffen. Ihnen sieht man die Religionszugehörigkeit an. Als Opferberatungsstelle nehmen wir die zunehmende Betroffenheit von Muslimen und als solche Markierte wahr. Umso wichtiger sehen wir es daher, Menschen darauf aufmerksam zu machen, in was für einer Gesellschaft wir leben.

Wir stellen eine Arabisch-Deutsche Broschüre *”Antimuslimischer Rassismus”* vor, worin zehn Menschen von ihren rassistischen Erlebnissen in dieser Stadt erzählen. Sie berichten von rassistischen Beleidigungen auf der Straße und in der Nachbarschaft, gleichzeitig auch in Institutionen wie dem Jobcenter und in der Schule, so dass Betroffene von antimuslimischem Rassismus sehen, dass es Anderen genauso geht wie ihnen, dass sie nicht alleine sind mit ihren rassistischen Erfahrungen.

Kongress gegen Antimuslimischen Rassismus in Hamburg

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Vom 12. bis 14. Oktober findet in Hamburg ein Kongress gegen Antimuslimischen Rassismus statt. Unsere Referentin Corinna Maschke von NARI wird dort zum Thema “Interkulturelle Kompetenz – (Re-)Produktion von Rassismus?!” sprechen.

Kongress AMR

Teilnehmende erwarten drei Tage Workshops und Diskussionen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von antimuslimischem Rassismus beschäftigen, unter Anderem: Konstruktion von Identitäten, Interkulturelle Kompetenz, antimuslimischer Rassismus in der Frauenbewegung und in der linken Szene.

Eine Übersicht des Programms findet man hier.

Rote Flora
Achid-John-Platz 1
Hamburg

Aktiv gegen Rassismus am Wochenende!

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Am kommenden Wochenende – 17.-19. August – findet das erste bundesweite Festival gegen Rassismus auf dem Berliner Blücherplatz statt. Zeitgleich planen Rassisten aus ganz Deutschland ein “Wochenende der Superlative” in Berlin mit populistischen und volksverhetzenden Aktionen. Grenzen-Los! beteiligt sich mit zwei Beiträgen auf dem Festival und wird gleichzeitig den Rassisten die Stirn bieten. Wir rufen alle unsere Freund_innen und Unterstützer_innen auf, ebenfalls nach Berlin zu kommen / auf die Straße zu gehen und dieses Wochenende im Zeichen der Solidarität, des Miteinanders und gegen Rassismus zu begehen!

Menschen mit Piktogrammen als Köpfe

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Veranstaltung: Die Megaphone des Hasses – Antimuslimischer Rassismus in den Medien

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SPIEGEL Titelbild schwarz, Brandenburger Tor unter Halbmond

DER SPIEGEL 13/2007, Foto: Claus Kiefer / bub / ck

“Mekka Deutschland. Die stille Islamisierung” titelte der SPIEGEL in bedrohlichem Schwarz und der Stern eiferte ihm nach: “Wie gefährlich ist der Islam?”.

Lediglich zwei Beispiele, die die übliche populäre Berichterstattung über Islam und Muslime der letzten 10 Jahre veranschaulichen. Medien tragen in erheblichem Maße zur Entstehung und Perpetuierung von Stereotypen und Vorurteilen bei. Mit welchen Mechanismen ihnen das gelingt, soll in diesem Vortrag anhand von Beispielen aufgezeigt werden. Darüber hinaus werden Entstehung, Ursachen und Ausmaß von Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus beleuchtet und nicht zuletzt sollen antirassistische Handlungsperspektiven diskutiert werden.

Zur Referentin:

Marwa Al-Radwany arbeitet seit 2005 zum Thema Islamfeindlichkeit. Sie initiierte das “Netzwerk gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit” (NARI) des Vereins Initiative Grenzen-Los! e.V. in Berlin, dessen Vorsitzende sie ist.

Diskussion / Vortrag mit Marwa Al-Radwany

23.05.  19 Uhr

Volkshochschule in Stralsund