SALĀM GÜNTHER!

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“Was inspiriert zu Widerstand?”, fragen Jugendliche aus Moabit und treffen auf den “roten Pfarrer” Günther Dehn.

Salam Günter Szenenbild

Salam Günter Szenenbild

Seit April 2013 recherchieren Jugendliche des JugendtheaterBüro Berlin zu Arbeiterbewegung, Dada und Kirche im Widerstand im Moabit der 10er, 20er und 30iger Jahre. Sie zitieren Rosa, Günther und Kurt, bringen die Straße auf die Bühne und performen in der Reformationskirche. Sie bewegen sich zwischen damals und heute, innen und außen, Kultur und Kommunismus, Religion und Revolution. Die Jugendlichen treffen auf Günther, Tresorknacker treffen auf Prolls, die Moabiter Unruhen auf den Arabischen Frühling.

WEITERE VORSTELLUNG

Samstag 06.09.2014 um 19:30

Wo?

In der Reformationskirche Moabit, Beusselstraße/ Wiclefstraße, 10551 Berlin

GESCHICHTE DES PROJEKTS

Seit vier Jahren macht das JugendtheaterBüro Theater in Moabit, gleich neben der Reformationskirche in der Wiclefstraße. Tagtäglich gehen die Jugendlichen hier ein und aus, immer vorbei an einer kleinen Gedenktafel, die an Günther Dehn erinnert, der 1911 bis 1931 Pfarrer an der Reformationskirche war. Auch der “rote Pfarrer” genannt, war er Mitglied der Bekennenden Kirche und wurde aufgrund seiner anti-militaristischen Haltung von den Nazis verfolgt. Darüber hinaus war er eine wichtige Person für Moabiter Jugendliche seiner Zeit.

Plötzlich scheint dieser Mann, der vor hundert Jahren in der benachbarten Kirche aktiv war, nah, viel verbindet ihn mit den Jugendlichen des JTBs. Gemeinsam mit dem Theatermacher Ahmed Shah, der Choreographin Ulrike Flämig und dem Videokünstler Felipe Frozza machen sie sich auf die Suche nach der Geschichte von Moabit und dem roten Pfarrer und nach ihrer eigenen Geschichte als muslimische Jugendliche in Moabit, denen es wichtig ist sich politisch zu engagieren.

Warum machen die Jugendlichen dieses Theaterstück? Für Aldan ist es wichtig zu sehen, wie Glaube Kraft geben kann um Widerstand zu leisten, sei es der christliche oder muslimische Glaube. Elwin betont: “Ich habe gehört hier geht’s gegen Nazis, und gegen Nazis bin ich immer dabei!”

So verschieden die Motive auch sein mögen: “Salām Günther!” ist ein Theaterprojekt, das verschiedene Jugendliche; Muslime, Christen und Atheisten, das Moabit von damals und heute im Widerstand vereint.

Bei Rückfragen, Interviewanfragen, Interesse an Berichterstattung o.ä. wenden Sie sich bitte an:

 

ANNIKA FÜSER

annika.fueser@grenzen-los.eu

Tel: 030.488 15 220/1

von & mit: Aysima Ergün, Dalia El-Heit, Elwin Chalabianlou, Mohamed Rmeih, Saira Amjad, Aldan Sabotic, Passar Salam, Mesut Aydin, Bora Sarıkaya, Hassan Allush, Büsra Atmaca, Annika Füser, Ahmed Shah, Ulrike Flämig, Felipe Frozza, Anna Sonntag, Christian Jung, Alex Hüther, Meike Migaud