Seit 2007: S.K.E.T

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S.K.E.T.

Im Zuge der Vereinsgründung, die eine klarere Strukturierung und Vereinheitlichung der vielen Teilprojekte ermöglichen sollte, die unter dem Label Grenzen-Los in allen Versionen produziert wurden, trennten wir uns schweren Herzens von alten, traditionsreichen Namen (G86B) und Doppelbelegungen (die Moabiter Jugendlichen der Jugendtheaterwerkstatt beanspruchten ebenfalls Theater Grenzen-Los! für sich) und führten, um unsere Fans vollends zu verwirren, eine friedliche Fusion und Neugründung unserer freien Theatergruppe durch, die in wechselnder Besetzung und gleich bleibender Verve und Motivation seit 2003 bestand: S.K.E.T., die Schnelle Kulturelle EingreifTruppe war geboren.

Hey LIDL-Baby

Wir galten als Einzelhandels-Superkräfte.
“Der isch zäh der’s bei Lidl aushäld”
Die Stimmung war 1 A, 10 Jahre war ich da,
Bis ich gekündigt würde wegen gestohlener Säfte.

Eine Straßenperformance zu den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten einer transnationalen Supermarktkette, die im Rahmen der LIDL-Kampagne der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di (siehe Schwarzbuch LIDL) am Internationalen Frauentag sowie der Bundesfrauenkonferenz von Ver.di präsentiert wurde.

Texte und Recherche: Ahmed Shah

Es spielten:

Marwa Al-Radwany
Robert Rating
Ahmed Shah

Kostüme / Requisiten:

Ensemble

G8-Vision

In Vorbereitung auf das Großereignis des Jahres – den G8-Gipfel in Heiligendamm – entwickelte S.K.E.T. einen satirischen Chansonwettbewerb: den Grand Prix de la Chanson de G8. Jedem Land/jede(r) Präsident(in) ein Lied zu (Un)Ehren, gespickt mit brisanten Details aus Schäubles und Angelas schöner neuer Stasi 2.0-Demokratie. Die musikalische Parodie wurde eigens für jene mutigen Globalisierungskritiker produziert, die eine Woche bei Wind und Wetter in Camps harrten, Tornado-Fliegern und fiesen Robocops trotzten und erfolgreich jene Straßen besetzten, welche die G8-Terroristen, Verzeihung, ehrenwerten Staatschefs der acht größten Industrienationen überqueren wollten um zum Kempinsky-Hotel zu gelangen, wo sie sich gegenseitig den Nacken kraulten, Verzeihung, sich den drängendsten Problemen der Weltpolitik stellten. Die Auftritte in Zirkuszelten, Camps und auf den Straßen der Sicherheitszone 2 waren ein solcher Erfolg, dass Post-G8-Auftritte auf der Fete-de-la-Musique in Berlin folgen mussten. Premiere: 03. Juni 2007

Es spielten/sangen:

Susanna Berivan
Tapani Gradman
Kay Moepert
Cigir Özyurt
Robert Rating
Ahmed Shah

Kostüme:

Susanna Berivan

S.K.E.T. im Hauptbahnhof: Die Aktion zur Privatisierung

Die Deutsche Bahn soll privatisiert werden. Wie zuvor schon Strom, Gas und Wasser. Die Erfahrungen aus Argentinien oder Großbritannien lehren uns: die deutschen Bahnfahrer erwarten ausgebaute Streckennetze, günstigere Fahrkartenpreise, ein besserer Service und absolut unfallfreie Bahnfahrten. Hurra!! Ein Grund, die kommende Privatisierung euphorisch zu begrüßen und frenetisch zu feiern. Welcher Ort würde sich da besser anbieten als der schicke neue Hauptbahnhof, eine stabile Glas-Stahl-Konstruktion, ein architektonisches Meisterwerk im Herzen Berlins…dort hat S.K.E.T. eine künstlerisch-choreografische Bahnhofsbegehung inszeniert, die die erfolgreiche Konzernpolitik der Deutschen Bahn AG gebührend huldigt. Aber seht selbst…

Das Video zur künstlerischen Bahnhofsbegehung:

Premiere:
März 2008

Mitwirkende:

Ahmed Shah
Robert Rating
Toni Gomis Chaparro
Pablo Saldarriaga
Choreographie:

Ensemble

Der Song zur Bahnprivatisierung: http://www.myspace.com/sketeria

68 Revisited

1968 in Deutschland und weltweit: ein Jahr heißer Proteste, gesellschaftlicher Umbrüche und Radikalität. Massenstreiks, Studentenproteste, Besetzungen. 2008, vierzig Jahre danach, stellt sich die BRD die Frage: Was bleibt von ’68? Vom viel beschworenen Marsch durch die Institutionen? Ist ein beruhigendes Signal, wenn die Steinewerfer von damals heute im Anzug im Parlament sitzen? Sind die Forderungen von damals heute eingelöst?

Der Studierendenverband Die Linke.SDS hat Anfang Mai 2008 in der Humboldt-Universität zu Berlin einen bundesweiten Kongress ausgerichtet: 40 Jahre 68 – Die letzte Schlacht gewinnen wir! S.K.E.T. begibt sich in diesem politischen Sketch in die Wohnung des Alt-68ers Herr Grün. Einst studentischer Aktivist, ist er heute Besitzer einer Bio-Company und Bewohner einer geräumigen Luxussuite. Im Haushalt geht ihm Marek, sein Dienstbote, zur Seite. Alles verläuft ruhig in Herr Grüns Leben, als sich auf einmal unerwarteter Besuch ankündigt…

Premiere:
2. Mai 2008, auf dem Kongress 40 Jahre 68

Text und Regie:
Ahmed Shah

Es spielten:
Tapani Gradmann als Herr Grün
Robert Rating als Karl Schröder
Ahmed Shah als Marek der Hausboy

Kostüme:
Ensemble

Der Song zu 40 Jahre 68:
The Incredibile Herrengedeck (zu hören auf
www.myspace.com/herrengedeck)

Vattenausfall

Vattenausfall.jpgVattenfall plant in der Lausitz den Bau von neuen Kohlebergwerken – und will dafür weitere Dörfer umsiedeln. Die Initiative “Keine neuen Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik” versucht seit vier Monaten, das zu verhindern und eine Volksabstimmung zu erreichen. SKET, die Schnelle Kulturelle EingreifTruppe hat sich dem Kampf gegen den rücksichtslosen Energiegiganten angeschlossen und hat die Bevölkerung in Frankfurt an der Oder und Eisenhüttenstadt besucht…Einen Ausschnitt der Aktion zeigt das ZDF am Montag den 09. Februar 2009 um 12 Uhr. Aber seht selbst…

Und hier die SKET Bauarbeiter…

SKET-Bauarbeiter.jpg