"Türken Sam" im JTB

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Türken Sam Aufführung am Freitag , den 25.03.11. Ein Beitrag von Zelal, 15 Jahre.

Im Theaterraum des JugendtheaterBüros Berlin wurde am 25.03.2011 ein Theaterstück über die Autobiografie Cem Gülays aufgeführt. In dem mit über 80 Personen gut besetzten Raum, fieberten die Zuschauer mit Leib und Seele mit. Die gute Atmosphäre hielt sich bis zum Ende des Stückes. ”Türken Sam” kam bei allen gut an und das bewies sich im nachhinein durch den stürmischen Applaus der Zuschauer und den lächelnden Gesichtern der Schauspieler und der Mitwirkenden.
Das Theaterstück ” Türken Sam ” handelt von einem türkischen Jungen der in Deutschland lebt und sich integrieren will, doch dies wird von der Gesellschaft nicht zugelassen. Obwohl er sich stets bemüht, sich wie ein Deutscher zu verhalten, wird er von den Deutschen in allen Bereichen ausgegrenzt, sowohl in der Schule, als auch in der Freizeit ( Sport ). Zuhause hofft er auf Trost und Unterstützung, doch bekommt nur die Kaltherzigkeit seines Vaters zu spüren. Oftmals muss Cem sich schützend vor seine Mutter stellen, um zu verhindern, dass der Vater sie schlägt. Cem erhofft sich ein besseres Leben ohne Vorurteile mit Geld, Macht und Anerkennung, daher entscheidet er sich unter seinem jetzigen Leben einen Schlußstrich zu ziehen und in’s Gangsterleben einzusteigen. Doch obwohl er dies alles erreicht hat, ist er nicht glücklich…..! Besonders interessant ist, das “Sam” bzw. Cem nicht nur von einer Person gespielt wird, sondern von fünf Jugendlichen des JTBs. Sowohl von Jungen als auch von Mädchen. Die fünf “Sams”/Cems zeigen verschiedene Abschnitte seines Lebens. Sie sprechen über ihre derzeitige Situation und über ihre Probleme und sie vergleichen sich miteinander. Höhepunkt der Vorstellung ist die Szene, an der Cem sich für’s Gangsterleben entscheidet, da man an dieser Stelle völlig von seinen Gefühlen überwältigt ist. Nach der Äußerung von Sarrazin ” Türken können sich nicht integrieren”, beweißt diese Geschichte das Gegenteil. Cem Gülay war ein Junge der sich immer integrieren wollte, dafür sogar seine Herkunft vergessen wollte und dies von der Gesellschaft nicht zugelassen wurde.
Zelal Kaya, 15 Jahre

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