Yalla! Yalla! Es reicht!

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Geht auf die Straße gegen Rassismus!!

Yalla Yalla. Foto Steven

Die Initiative Grenzen-Los e.V., darunter das Jugendtheaterbüro Berlin, die schnelle kulturelle Eingreiftruppe Berlin (S.K.E.T.) und das Netzwerk gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit (NARI) rufen alle ihre Freund_innen und Unterstützer_innen auf, gemeinsam mit uns und vielen anderen gegen Rassismus, Nazi Terror und das staatliche Versagen  auf die Straße zu gehen.

Die Demo vom „Bündnis gegen Rassismus“ am 10.12.2011 (Internationalen Tag der Menschenrechte) beginnt um 11 Uhr an der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz/Marx-Engels Forum. Unser Block sammelt sich bereits um 10.30 an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz.

Kommt und beteiligt Euch!!Offizieller Aufruf:

*AUFRUF ZUR DEMO: Bündnis gegen Rassismus*

• Termin: Samstag, den 10. Dezember 2011 (Internationaler Tag der
Menschenrechte)
• Auftakt: 11 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz –
Marx-Engels Forum
• Ende: 13:30 Uhr, Platz des 18. März*

*Jetzt auf die Straße gehen!*

Enver Şimsek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus
Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit
Yozgat wurden zwischen 2000 und 2006 von Neofaschisten kaltblütig ermordet.

Es ist an der Zeit Tacheles zu reden!

Die Tatsache, dass hinter den Morden die „rechtsextremistische“ Gruppe
„Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) stand, wird von Politiker_innen
dazu genutzt, das Problem des Rassismus einmal mehr auf extremrechte
Randgruppen zu verweisen.

Eine mörderische Verflechtung aus Neonazis und Sicherheitsorganen konnte
ungestört ihr Unheil treiben, ohne dass es nach rechtsextremen und
rassistischen Hintergründen ermittelt wurde.
Um Rassismus als Alltagsphänomen zu erkennen, muss sich mit den Strukturen
auseinandergesetzt werden, die dieses ermöglichen und still schweigend auf
Kosten von Anderen ausgelebt werden.

Während die Bundes- und Landesregierung anhand der Extremismusklausel,
Maßnahmen gegen den vermeintlichen linken oder islamistischen Terror
verabschiedet, werden Menschen in Deutschland aus rassistischen Gründen
ermordet. Aus diesem Hintergrund dient die angemahnte Verteidigung der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung gegen „Extremisten“ dazu,
Rassismus zu einem Problem von Einzeltätern abzustufen.

Wir wollen Gegenwehr gegen diese Politik!

Nicht nur die Politiker_innen haben versagt, sondern der Staat und sein
ganzer Apparat. Der institutionelle Rassismus herrscht in den Fluren der
Verwaltungen, der alltägliche Rassismus drückt sich in unserer Sprache und
unseren Denkstrukturen aus. Rassismus hat nicht erst mit den Morden der NSU
begonnen, seine Wurzeln sind tief in den Köpfen verankert.

Es besteht Handlungsbedarf!

Wir wehren uns gegen Entsolidarisierung und Spaltung, gemeinsam können wir
uns organisieren!

*NEIN zu RASSISMUS und SOLIDARITÄT mit den Opfern!

Schluss mit dem institutionellen Rassismus! Schluss mit dem alltäglichen
Rassismus!

Mischen Sie sich ein, denn Rassismus geht uns alle an!

Beteiligt euch auch an der Demo!*